Pflegekonzept

Unser ambulanter Pflegedienst ist eine selbständig wirtschaftende Einrichtung mit eigenen Geschäftsräumen in 58099 Hagen, Hagener Str. 22. Wir befinden uns im Erdgeschoss eines ruhig gelegenen Hauses. Es sind ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Von hier aus können wir bequem alle anderen Stadtteile Hagens erreichen.

Ziel und Aufgabe unseres Pflegedienstes ist die Pflege und hauswirtschaftliche Versorgung alter, kranker und/oder pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung.

1. Entstehungsgeschichte und Außendarstellung

Am 14.10.1991 wurde der Ambulante Pflegedienst Apo-Humanitas, Gesellschaft für menschliche Alten- und Krankenpflege, als erster privater Anbieter Hagens, von der Apothekerin Dorothea Donner und der Fachkrankenschwester für Anaesthesie- und Intensivmedizin Marion Karthaus in der Rechtsform einer GbR gegründet.

Seit dem 01.10.1999 ist Frau Karthaus alleinige Inhaberin des Pflegedienstes, der sich jetzt Pflegedienst Humanitas nennt. Er ist aufgrund seines einheitlichen Erscheinungsbildes leicht zu erkennen. Das Logo des Dreiecks (mit Bett, Aesculap-Stab und dem Namenszug versehen), ist einprägsam und ermöglicht dadurch einen hohen Wiedererkennungswert.

Alle Firmenfahrzeuge sind mit dem Schriftzug des Pflegedienstes beschriftet. Wir pflegen im Kreis Hagen und den angrenzenden Bereichen Herdecke, Wetter, Volmarstein und Witten.

2. Darstellung des Leistungsangebotes

Unser Pflegedienst erbringt Leistungen im Bereich der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung sowie im Auftrag der Sozialleistungskostenträger. Darüber hinaus bieten wir unseren Pflegebedürftigen zusätzliche Dienstleistungen an.

2.1. Krankenversicherung nach SGB V

Im Rahmen der Krankenversicherung bieten wir folgende Leistungen an:

§ 37,1 SGB V: Krankenhausersatzpflege
- Zur Vermeidung von Krankenhauseinweisungen,
- Zur Verkürzung eines Krankenhausaufenthalts,
- Wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist.

§ 37,2 SGB V: Behandlungspflege
- Zur Sicherstellung der ärztlichen Behandlung.

§ 38 SGB V: Hauswirtschaftliche Versorgung

An dieser Stelle möchten wir auf eine mehr als 12-jährige Erfahrung im Bereich der parenteralen Ernährung über zentral-venöse Katheter jeglicher Art hinweisen. In diesem Fall arbeiten wir nach dem von der Firma Fresenius, bzw. Caremark entwickelten Standard.

Wenn eben möglich, läuft die Ernährung nicht rund um die Uhr. In der Regel wird der Kranke über Nacht an die Ernährung angeschlossen, so daß ihm tagsüber, je nach erforderlichem Regime, ein paar Stunden verbleiben, in denen er nicht angeschlossen ist. Diese Zeit kann er dann für sich nutzen und auch mal das Haus verlassen, woraus eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität resultiert.

Selbstverständlich wird der zentral-venöse Katheter (ZVK) nach Abnahme des Ernährungsprogramms mit physiologische Kochsalzlösung gespült und anschließend mit einem Heparin-Block versehen.

Darüber hinaus beherrschen wir selbstverständlich die Handhabung technischer Hilfsgeräte, sowie Perfusoren, Infusomaten, und Schmerzpumpen, welche hierbei häufig eingesetzt werden müssen.

Seit neuestem versorgen wir auch beatmungspflichtige Patienten in unserem Pflegedienst. Sollten diese tagsüber überwiegend von den Angehörigen versorgt werden, erfolgen unsere Einsätze nach vorheriger Absprache. Selbstverständlich sind wir in ständiger Rufbereitschaft. Die nächtliche Versorgung wird komplett von uns übernommen. Darüber hinaus ist auch eine 24 Stunden Versorgung jederzeit möglich. Bei einer Versorgung dieser Größenordnung sind ständige Vitalzeichenkontrollen obligat. Diese Patientengruppe (es handelt sich überwiegend um Querschnittgelähmte) erfordert ohnehin eine permanente Krankenbeobachtung, um bei der häufig auftretenden Kreislaufdysregulation und der jederzeit drohenden Ateminsuffizienz sofort wirksam handeln zu können. Während der maschinellen Beatmung protokollieren wir engmaschig die Beatmungsparameter. Im beatmungstechnischen Bereich arbeiten wir z.B. mit der Firma Börgel aus Limburg zusammen, die uns alle technischen Hilfsmittel (Beatmungsgeräte, Monitore, Absauggeräte) und Zubehör (Absaugkatheter, Trachealkanülen, etc.) zur Verfügung stellt und bei Problemen immer ein adäquater Ansprechpartner ist.

2.2. Pflegeversicherung nach SGB XI

Wir erbringen nach den Maßgaben des SGB XI, Leistungen im Bereich der Körperpflege, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung nach Maßgabe der gültigen Leistungskomplexe. Wir beraten pflegende Angehörige über die Leistungen der Pflegversicherung und unterstützen gezielt bei der Pflege vor Ort.

2.3. Sozialhilfe nach SGB XII

Siebtes Kapitel §§ 61 bis 66 SGB XII: Hilfe zur Pflege
- Grundpflege und Hauswirtschaftliche Versorgung.

Weitere Informationen zu unserem Leistungsangebot.

3. Aufbau des Pflegedienstes

Wir garantieren unseren Pflegebedürftigen eine ausreichende, gleichmäßige und konstante Versorgung entsprechend des pflegerischen Bedarfs und der individuellen Bedürfnisse, d.h. wir sind 24 Stunden am Tag zu erreichen. Unsere Bürozeiten sind Montag, Dienstag und Donnertag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr und Mittwoch und Freitag von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr. Außerhalb der Bürozeiten sowie an Wochenenden und Feiertagen ist über die beim Pflegebedürftigen in der Dokumentationsmappe hinterlassene Rufnummer jederzeit eine erfahrene Pflegefachkraft erreichbar.

In besonderen Fällen kann sich die diensthabende Pflegekraft jederzeit mit der Pflegedienstleitung oder deren Stellvertretung in Verbindung setzen (Hintergrunddienst).

Wir pflegen unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft. Sie verfügt neben der Ausbildung als Krankenschwester über eine langjährige pflegefachliche Erfahrung im ambulanten Pflegedienst und hat darüber hinaus eine Weiterbildung für leitende Funktionen im Umfang von 460 Stunden abgeschlossen.

Die stellvertretende Pflegefachkraft verfügt ebenfalls über ein Staatsexamen als Krankenpfleger, über eine langjährige pflegefachliche Erfahrung im ambulanten Pflegedienst, sowie über den Abschluss der Weiterbildung für leitende Funktionen im Umfang von 460 Stunden.

Unser Pflegedienst erfüllt die vertraglich vereinbarten personellen Mindestvoraussetzungen.

3.1. Auswahl und Einarbeitung neuer Mitarbeiter

Wir legen großen Wert bei der Auswahl neuer Mitarbeiter auf fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz, insbesondere im Umgang mit unseren Pflegebedürftigen und auf Teamfähigkeit. Die Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter sind in Stellenbeschreibungen näher bestimmt. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt anhand eines strukturierten und schriftlichen Einarbeitungskonzepts. Die Einarbeitungszeit richtet sich nach den beruflichen Erfahrungen der neuen Mitarbeiter in der ambulanten Pflege und dauert in der Regel zwei Wochen.

Die einzelnen Schritte der Einarbeitung werden protokolliert und dienen als Grundlage der weiteren Personalentwicklung. Der Aufbau und die Inhalte der Einarbeitungsphasen sind in unserem Einarbeitungskonzept beschrieben.

Wir beschäftigen als Stammpersonal Mitarbeiter folgender Qualifikationen:

  • Fachpersonal für Anaesthesie- und Intensivmedizin,

  • Krankenschwestern,

  • Krankenpfleger,

  • Altenpflegerinnen,

  • Altenpflegeschüler/innen, in der Ausbildung zu Altenpflegern/innen, welche wir seit dem 01.09.2003 in Kooperation mit dem Bfw Hagen ausbilden.

Pflegerische Hilfskräfte werden unter ständiger fachlicher Anleitung eingesetzt. Leistungen der Behandlungspflege werden nur durch ausreichend qualifiziertes Personal erbracht.

Aufgrund unserer Personalstruktur ist es uns möglich, eine kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach den allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen zu erbringen.

4. Organisation des Pflegedienstes

Unser Pflegedienst erbringt Pflegeleistungen nach den Maßgaben des SGB XI, SGB V, SGB XII sowie Privatleistungen. Unser Leistungs- und Beratungsangebot wird ausführlich in unserer Pflegedienstbroschüre beschrieben. Diese wird jährlich auf Aktualität geprüft, an Interessierte und an unsere neuen Pflegebedürftigen übergeben. Sie liegt bei Ärzten, Apotheken und Sanitätshäusern aus.

Darüber hinaus haben wir seit dem 01.06.2000 einen Kooperationsvertrag mit der Nachbarschaftshilfe Hagen e.V. geschlossen. Diese übernimmt einen großen Teil der hauswirtschaftlichen Verrichtungen, sowie: Einkaufen für und mit den Pflegebedürftigen, Reinigen der Wohnung, Waschen und Pflegen der Wäsche/Kleidung, Behördengänge mit den Pflegebedürftigen usw.

4.1. Pflegeverständnis und Pflegemodell

In unserem Pflegeverständnis drückt sich unser Bewusstsein zur Pflege aus. Wir sehen jeden Menschen als ein selbstbestimmendes Individuum mit umfassenden Bedürfnissen, die in einem vernetzten Zusammenhang stehen.

Unsere Aufgabe ist es, ihn in seinen Lebensaktivitäten, die er nicht mehr eigenständig ausführen kann zu unterstützen und zu aktivieren, damit er im Rahmen seiner Möglichkeiten ein unabhängiges Leben führen kann.

Pflege umfasst eine große Verantwortung gegenüber allen betroffenen Menschen und ihren Angehörigen.

4.2 Pflegeleitbild

4.3. Pflegeprozess

Wir führen zur Feststellung des Pflegebedarf und der häuslichen Pflegesituation einen Erstbesuch beim Pflegebedürftigen durch. Sollte sich dieser in einer anderen Pflegeeinrichtung befinden, führen wir ein Vorgespräch durch, um notwendige Maßnahmen für die Entlassung in die häusliche Versorgung planen zu können.

Das Aufnahmegespräch wird von der leitenden Pflegefachkraft oder deren Stellvertretung geführt. Anhand eines standardisierten Pflegeanamnesebogens, orientiert an den ATL`s, werden Informationen zum Pflegebedarf, die Möglichkeiten der aktivierenden Pflege sowie die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen ermittelt. Angehörige oder weitere Pflegepersonen werden in das Gespräch einbezogen.

Es wird für jeden Pflegebedürftigen ein Kostenvoranschlag erstellt und ein schriftlicher Pflegevertrag in dreifacher Ausfertigung geschlossen. Ein Exemplar wird dem Pflegebedürftigen ausgehändigt. Bei Veränderungen im Pflegeumfang wird der Vertrag entsprechend angepasst.

Aufgrund der Pflegeanamnese wird zur Durchführung einer aktivierenden Pflege eine Pflegeplanung erstellt und die Verantwortlichkeit im Rahmen der Leistungserbringung festgelegt. Die Pflegeplanung enthält Probleme, Ressourcen und Pflegeziele, die realistisch und überprüfbar sind sowie geeignete Maßnahmen zur Zielerreichung. Bei der Durchführung der Pflege wird auf ein einheitliches Vorgehen durch die individuelle Anwendung von selbst entwickelten Pflegestandards geachtet. Wir beziehen den Pflegebedürftigen, soweit möglich, in die Pflege aktiv mit ein. Die Pflegeplanung wird regelmäßig durch Fallbesprechungen im Hinblick auf Wirksamkeit der Pflege, Zielerreichung und Zufriedenheit des Pflegebedürftigen ausgewertet und dem Verlauf des Pflegeprozesses angepasst. Für die Zukunft sind Pflegevisiten geplant.

Alle Daten unserer Pflegebedürftigen werden in einem standardisierten Pflegedokumentationssystem erfasst. Die Dokumentationsunterlagen werden sach- und fachgerecht geführt und in der Regel beim Pflegebedürftigen aufbewahrt.

Wir unterstützen Angehörige und weitere Pflegepersonen durch gezielte Anleitung in der Pflege und bieten regelmäßige Beratungs- und Informationsgespräche an.

4.4. Dienst- und Tourenplanung

Die zeitliche Organisation der Pflegetouren richtet sich nach den Bedürfnissen unserer Pflegebedürftigen und den Wünschen unserer Mitarbeiter. Der Dienstplan wird in der Regel 4-6 Wochen im voraus erstellt und liegt im Besprechungszimmer, für jeden Mitarbeiter zugänglich, aus. Durch eine Zuordnung der Mitarbeiter zu festen Pflegetouren (Bezugspflege) sind wir bestrebt, den Personalwechsel beim Pflegebedürftigen gering zu halten und den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu fördern.

Der Dienst beginnt und endet in den Büroräumen des Pflegedienstes, so dass ein ständiger Informationsaustausch gewährleistet ist. Nach jeder Pflegetour werden die für den nachfolgenden Mitarbeiter relevanten Informationen über die Pflegebedürftigen in einem Dienstübergabebuch dokumentiert. Darüber hinaus verfügt jeder Mitarbeiter über ein Fach, in welchem er alle weiteren, persönlichen Informationen über eventuelle Dienstplanänderungen usw. vorfindet. Außerdem hat somit jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, mit jedem einzelnen seiner Kollegen in Kontakt zu treten. An jedem Morgen findet vor Beginn des Frühdienstes eine Übergabe (ca. 15-20 Minuten) statt, bei welcher alle aktuellen Probleme besprochen werden.

5. Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Wir sind ständig bestrebt die Qualität unserer Arbeit zu verbessern. Aus diesem Grunde führen wir regelmäßige Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch.

Dazu gehört u.a.:

  • die Pflege unserer Pflegebedürftigen nach selbstentwickelten Pflegestandards und deren regelmäßige Überprüfung durch unsere Mitarbeiter,

  • die regelmäßige, geplante interne und externe Fortbildung der Mitarbeiter, orientiert an den Erfordernissen des Pflegedienstes und der Qualifikation der Mitarbeiter,

  • die Vorhaltung einer Bibliothek mit Pflegefachliteratur, und Fachzeitungen, die für alle Mitarbeiter zugänglich und entleihbar ist,

  • die Durchführung von Dienst- und Fallbesprechungen,

  • sowie die regelmäßige Überprüfung, Auswertung und Weiterentwicklung unseres internen Qualitätsmanagementsystems.